Progaming

...falls Ihr Ideen habt, immer her damit!

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Xerxes
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Progaming

Beitragvon Xerxes » Di 25. Aug 2009, 20:49

Also jetzt mal ein Thema das mir am Herzen liegt.
Ich frage mich immer warum sich die Leute so aufregen, wenn man Progaming betreibt.
Ich meine nur mal: Was ist daran so schlimm, wenn man seine Armeelisten
optimiert und ein Regelfuchs ist? Warum wird man wenn man seine Liste ein bisschen optimiert gleich als "Lamer(wird das so geschrieben???) Arsch" bezeichnet oder von Leuten gemieden die nur Angst haben auf den Sack zu bekommen? Was ist denn das Problem? Tabletops machen (meiner Meinung nach) am meistenSpaß, wenn die Listen am meisten ausgemaxt sind. Sollten wir vielleicht eine Spielerkartei anlegen in der steht ob jemand "Mann oder Maus" ist?

Ich bitte um ehrlich antworten auf meine Fragen!

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Kubi
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Re: Progaming

Beitragvon Kubi » Di 25. Aug 2009, 21:15

Ich habe meine Abneigung gegen Progamer noch aus meinen aktiven Onlinegaming-Zeiten. Als die Spiele neu waren, konnte man noch entspannt spielen. Aber sobald dann das Progaming etabliert war, machte das alles keinen Spaß mehr. Man kann ja nichmal mehr Starcraft spielen, ohne direkt von nen Progamer aufn Sack zu kriegen. Ich mag lieber etwas längere Matches, die nich nach 2min durch einen Zerglingrush vorbei sind. Progamer zerstören für mich die Spiele. Das viele Programmierer jetzt total auf E-Sporttauglichkeit pochen, geht mir auch gegen den Strich (die Progamer wollen für Dawn of War II keine weiteren Rassen, weil es schlecht für den Sport is, weil es schwerer balanced werden kann...ich will meine CSM in DoW II, ihr Progamer!)

Was meine Abneigung gegen allgemeines Progaming und Turnierspielen bei 40k angeht, ich habe die Auffassung, dass gegen solche Leute meist kein entspanntes Spiel möglich ist. Ich bin ein "Bier und Brezel" Spieler (netter Ausdruck aus einem Forum), ich weine nicht rum wenn ich verliere (meckere trotzdem über meine unfähigen Zoantrophen ;) ). Klar freue ich mich über einen Sieg. Aber nicht auf Teufel komm raus. Ich könnte mir jetzt noch 6 Kyborgs und 2 Dämonenprinzen kaufen und meine Khornies einmotten, aber wieso? Zudem es mir vorkommt, als wenn Progamer auf Fluff scheissen, was mir sehr wichtig ist. Ich erzähle gerne große Geschichten in meinen Spielberichten (bzw: mal wieder einen machen), da kann ich mir echt keinen Grund aus der Nase ziehen, warum da jetzt 2 Dämonenprinzen des Slaanesh zusammen Khorne Berserkern einen Vorposten der Imps überfallen? Man kann Listen schon hart machen, aber nich um jeden Preis. Zudem ich ja von Progaming bei einem Spiel zu reden, welches durch Würfeln entschieden wird, eh nen bissel albern finde, aber die Diskussion gabs schon oft hier ;)

Zudem nerven mich Regelfuchse teilweise. Schonmal die Diskussion über die Walküre in den Regelbereichen der Foren gesehn? Das wird erzählt, die Walküre darf Einheiten nicht ein- und ausladen, weil die Modelle nich in 2" um die Luke kommen können, weil die Base zu hoch is. Im gleichen Satz wird dann aber gesagt, dass man die Walküre im Nahkampf angreifen kann. WTF! Bei sowas bin ich echt genervt. Und Leute, die jeden Zoll bei mir nachmessen müssen, weil sie so fuchsig sind, da spiel ich einmal und nie wieder gegen so jemanden.

Ich habe keine Angst, was auf den Sack zu bekommen. Aber das ist für mich nur ein Hobby, ich will Spaß haben und bei einem Spiel von meinem stressigen Alltag abschalten, tolle Schlachten und viel Gelächter. Das bekomme ich aber nicht, wenn ich gegen nen "Lamer" spiele, daher meide ich die. Mit einem stressigen und nervigen Warhammerspiel will meine Zeit nicht verschwenden.

Mann, langer Post, vielleucht etwas wirr, aber wenn mir was eingefallen is, hab ich es dazwischengequetscht ;)

Falls sich jemand angegriffen fühlt, das habe ich nicht vorgehabt, hab nur meine Meinung zum besten gegeben.
Mein Tabletop-Blog: http://kubitabletop.wordpress.com/

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DaCube1337
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Re: Progaming

Beitragvon DaCube1337 » Di 25. Aug 2009, 22:40

@Kubi: Ja natürlich bauen powergamer auf skill/ Maxing und end Tech anstatt auf fluff, ich kenne sogar zu vielen tabletops die ich spiele nicht mal die Stroy, würde mich jetzt auch nicht weiter Interressieren, wenn ich das Spiel halt gut finde. Und mal unter Uns das DoW II beispiel ist zu gut, ehrlich. Ein Balance´tes Spiel hat mehr wert, als das zufällige empfinden einzelner.

Xerxes: Tabletops machen (meiner Meinung nach) am meistenSpaß, wenn die Listen am meisten ausgemaxt sind


Unterschreib ich Sofort und die meisten, die ein Spiel Aktiv spielen sind der meinung.

Und ganz ehrlich nicht Powergamer machen ein Spiel kaputt, sondern Laienhafte Diletanten, weil solche leute gehen nicht auf Turnier oder spielen gegen leute aus ganz Deutschland und bringen ein Spiel nach vorn.

Aber ich habe ja auch gehört, es soll leute geben denen es reicht irgendwie underground mässig irgendein gutes game im Keller mit 3-4 zu spielen, anstatt es raus in die Welt zu tragen, ein Riesigen Pool an angaierten guten Spielern zu erzeugen und ein Gutes Spiel zu einem Erfolgreichen Spiel zu machen.

Und diese Aussagen ala´ Progamer-laimer-Hunde machen ein Spiel kaputt weil sie mich besiegen und deswegen muss ich sie in meinen kleinen Schubkasten denken kategoriesieren, find ich nich nur lächerlich sondern auch unverantwortlich.

Es soll sich mal vorstellen niemand hätte mal den schritt gemacht und ein Magic Turnier Organisiert, dann würden die langhaarigen-Goth-Nerds immer noch in ihrem keller sitzen und Karten drehen anstatt aus einem guten Spiel ein Erfolgreiches Spiel zu machen, was nun seit mehreren Jahren "NUR" von seiner Turnier Szene lebt.

Leute die sich ein paar Khorne Männer und Panzas kaufen, erhalten ein Spiel nicht, sondern die Progamer-Turnier-Idioten( in euren Augen), die jedes drittel Jahr eine neue Armee brauchen, weil was besseres raus gekommen ist, diese leute halten ein Spiel am leben.

Die Tragweite und Konsequenze die solche aussagen haben, wie:
"Progamer, ihr wollt ja nur gewinnen egal wie."
"Progamer-laimer finden nie Gegner zum Spielen"
"Progamer machen mein Spiel Kaputt"
"Progamer sind der Teufel..... wtf mir fällt auch nichtz mehr ein^^"

Wenn man ein Spiel versteckt und den Skill Level deren Spieler klein hält, weil man will ja nur eine kleine ablenkung und spass, wird ein Spiel nie zu einem guten Spiel. Ausserdem sind Mono nur ein oder wenige Gute Spieler auch Schlecht, siehe Schumacher in Formal 1, wenn es nur einen Guten Fahren gibt, verliert der Sport/das Spiel an Interresse, überlegt doch mal warum das so ist......
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Matze
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Re: Progaming

Beitragvon Matze » Di 25. Aug 2009, 23:31

Zunächst mal gibt es kein Progaming beim TT, da man nicht vom TT spielen leben kann (nur wenn man für eines der Unternehmen arbeitet).

Ich mag auch gerne stylische Armeen, nur hat sich GW von diesem Gedanken verabschiedet, was man anhand der neuen AB/Codices erkennen kann. Slaaneshhexer mit Khorneberserkern sind kein Problem, wie auch 4x Schwarze Garde bei 2000 Punkten.

Man kann den Spielern nicht vorwerfen, dass sie nicht das nutzen, was ihnen die Regeln erlauben.

Wenn man nette Hintergrundspiele machen möchte, muss man das vorher abklären, wie auch die Punkte. Alternativ spielt man nach Beschränkungen.

Und was ist falsch daran nach den Regeln zu spielen?

Persönlich spiele ich bei 40k halt meine Razorbackmobile Gefechtskompanie, und ich muss damit rechnen, dass man sich bei Ligaspielen, sofern ich jemanden als Mitspieler finden sollte, sich auf meine Liste einstellt, da man ja hie rflexibel ist.

Bei WHF spiele ich immer das, was erlaubt ist.

Bislang hatte ich nie Probleme mit einem meiner Mitspieler. Man kann doch auch schöne Spiele mit harten Listen haben, oder?

@Walküre

Da sind die Regeln eindeutig:

Der Hauptgrund für die entstanden Probleme ist meiner Auffassung nach, das viele Spieler die Walküre einfach wie jeden anderen Antigravgleiter spielen wollen. Und das führt zu den selbstgemachten Problemen! Die Walküre ist nun mal kein Falcon auf einem 20mm Flugbase.

Sie ist ein eigenständiges, riesiges Modell auf einem riesigen Base!


Wie spielt man die Walküre / Vendetta gemäß den Regeln?


Regelbuch Seite 3

"Measuring distances"

A model is considered to occupy the area of it´s base, so when measuring distances between two models, use the closest point of their base as your reference points. For models supplied without a base (like some large vehicles) use the model´s hull or body instead.


Regelbuch Seite 56

"Vehicles & Measuring distances"

As vehicle models do not usually have a base, the normal rule of measuring distances to or from the base cannot be used. Instead, for distances involving a vehicle, measure to or from their hull (ignore gun barrels, dozer blades, antennas, banners and other decorative elements).

There is however a notable exception, a vehicle´s weaponry. When firing a vehicle´s weapons, ranges are measured from the muzzle of the firing weapon, whilst line of sight is determined from the weapon´s mounting point and along its barrel (as explained later).


Regelbuch Seite 71

"Skimmers"

Measuring Distances

Unlike other vehicles, skimmers have transparent "flying bases" under their hull. As normal for vehicles, distances are measured to and from the skimmer´s hull, with the exceptions of the vehicle´s weapons, access points and fire points, which all work as normal. The skimmers´s base is effectively ignored, except when assaulting a skimmer, in which case models may move into contact with the vehicle´s hull, it´s base or both.


Shooting at Skimmers

... Note that it is not permitted to remove the flying stand other than in the two cases above, as normally skimmers can not land in battle conditions.


"Embarking and Disembarking" Seite 66 und 67

A unit can embark onto a vehicle by moving each model to within 2" of its access points in the Movement phase.

When the unit disembarks, each model is deployed within 2" of one of the vehicel´s access points, and within unit coherency.





FAZIT zur Walküre

1. Warhammer 40K ist ein 3D Spiel.

2. Grundsätzlich wird zum Rumpf der Walküre gemessen, in 3D. Melter haben also einen langen Weg vor sich. Die Walküre bestimmt ihre Sichtlinien indem man vom Aufhängungspunkt der Waffen das Rohr runter schaut und dann die Reichweite von der Waffenmündung misst.

3. Die Walküre kann im Nahkampf angegangen werden, indem das Modell selbst erreicht wird oder die Base.

4. Ein Rammen der Walküre ist nicht möglich, solange das rammende Fahrzeug und die Walküre grundsätzlich auf dem gleichen Level stehen, weil die Base der Walküre für soviel Höhe sorgt, dass kaum ein Fahrzeug sie erreicht. Von einem GW-Ork Kampfpanzer mit seinem Turmaufbau mal abgesehen.

5. Truppen können während das Spiel die Walküre grundsätzlich nicht betreten oder verlassen, weil sie nicht innerhalb von 2" zum Access point der Walküre gelangen können. Außer die Walküre ist lahmgelegt und liegt auf dem Boden oder die Walküre parkt mit ihrem Heck vor einem Hügel oder einem Haus, von wo aus ein Trupp die Walküre betreten kann. Vor dem Spiel kann die Walküre ganz normal mit Truppen befüllt werden.

6. Die Walküre hat die Sonderregel "Grav Chute Insertion". Man darf per Crav Chute Insertion sogar dann aussteigen, wenn die Walküre geboostet ist. Wenn man das schon im Sonderfall darf, dann darf man immer auch per "Grav Chute insertion" aussteigen, weil man das sonst gar nicht könnte. Außer man hat ein Haus oder einen Hügel in der Nähe, siehe oben, wo die Walküre gegenparkt. Sehr sinnig also, diese Sonderregel!

7. Marker halten ist problematisch, weil nicht klar definiert ist, was ein Marker ist. Auf jeden Fall gilt die 3" Regel, vom Rumpf der Walküre aus gemessen. Sowohl zum Halten, wenn ein Trupp drin ist, als auch einfach zum streitig machen. In den meisten Fällen also nicht. Allerdings kann ein Marker auch auf eine höhere Etage eines Gebäudes gelegt werden oder ein Marker kann ja auch zum Beispiel ein Baum sein (Regelbuch Seite 91, terrain feature). Der typische GW-Baum ist hoch genug, denke ich.

"As the different objectives vary in shape and size, it is important to agree at the beginning of the game exactly where this distance will be measured from."

So ist die Regelung, wenn man das Regelbuch komplett liest und anwendet.

Witzigerweise ist es so sogar ziemlich hintergrundgetreu. Die Walküre hat einen Fliegerhintergrund, und den sieht man auch. Ein Flugzeug rammen ist nun mal schwer, aber gleichzeitig hält die Luftwaffe auch keine Bodenziele fest. Aussteigen aus der Walküre ist nur per Grav Chute Insertion möglich, außer man hat einen schönen Hügel oder ein Gebäude in der Nähe. Marker gehalten oder verweigert werden auch nur, wenn die Marker in 3" zum Rumpf sind. Auch eher selten, aber möglich. Eben Marker in der 3. Etage einer Ruine oder Bäume.



Die Vorteile:

1. Die Walküren stehen nicht im Weg rum.

2. Sie können nicht gerammt werden.

3. Besserer Melterschutz.

4. Eigene bessere Schussposition da erhöht.

5. Schwieriger im Nahkampf zu erreichen, weil man bis zum Base muss.



Die Nachteile:

1. Können besser beschossen werden hinsichtlich der höheren Position.

2. Können ihre Truppen nur per Grav Chute Insertion ausladen.

3. Kein halten oder streitig machen von Missionszielen die auf dem Boden sind.

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Lord Xarxorx
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Re: Progaming

Beitragvon Lord Xarxorx » Di 25. Aug 2009, 23:33

Ziemlich komplexes Thema.
Da mag ich dann auch mal meinen Senf dazu geben.

Zum ersten finde ich das die Bezeichnung "Progaming" für Tabletops nicht passend ist.
Das "Pro" kommt von professionell/Profi und setzt damit in seiner Wortbedeutung die Tätigkeit als berufliche Tätigkeit da, mit der der/die ausführende Person sein Brot verdient.
Bei Computerspielern ist das wohl bei dem ein oder anderen der Fall, die wirklich nur vom Spielen leben können, stellen aber eine sehr kleine Gruppe da.
Da es aber niemanden gibt, der vom Tabletop spielen leben kann außer die Händler (Dave ist also ein "Pro"! :a080: ), passt dies wirklich nicht.
Und Nein man kann von den Preisen, die es auf Turnieren zu gewinnen gibt, nicht leben, selbst wenn man alle Gutscheine verkauft und die Pokale bei ebay verhöckert.
Einzige Ausnahme wo das "Pro" im Tabletop was gilt, ist in Sachen Umbau und Bemalung. Dort gibt es durchaus einige, die davon ihren Lebensunterhalt finanzieren.

Das wohl, meiner Meinung nach, eher passende Wort ist "Powergaming".
Vielmehr kann man dort einen Unterschied machen zwischen "Turnierspielern" und "Spassspielern".
Ich hab über das Thema schon endlose Diskussionen und Gespräche geführt, vorallem im Warhammer Fantasy Bereich, wo die Kluft aufgrund der spielbarkeit einfach noch größer, keimt das Thema immer wieder auf, wenn eine nach Fluff aufgestellte Armee von einer Turnierarmee weggeputzt wird.

Eigentlich haben beide Gruppen ihre Daseins Berechtigung. Da es jedem frei steht, das Spiel zu spielen, wie er es möchte und es ihm gefällt, soll dort jeder so spielen, wie er aus dem Spiel den meisten Spass für sich erzielt. Kritisch wird es nur, wenn zwei Spieler aus den "verschiedenen Lagern" aufeinander treffen, vorallem "unvorbereitet".
Die meisten Spiele finden im Freundes- und Bekanntenkreis statt, daher halte ich es für fair, dem Gegner aka Mitspieler mitzuteilen, ob ich eine starke Liste (Turnierliste) oder eine "andere" Spiele, da es für beide Seiten keinen Spass macht innerhalb kürzester Zeit den Gegner von der Platte zu frühstücken oder von der Platte gefrühstückt werden.
Das pendelt sich meistens selbst ziemlich schnell ein und im Zweifelsfall ist neben der Art wie man ein Spiel spielen möchte, auch die Wahl der Mitspieler frei.
Wenn ich mit meiner schönen Fluffliste ein tolles Spiel haben möchte, dann suche ich mir keinen Spieler, der bekannt ist, ausschliesslich harte Listen zu spielen.

Auf Turnieren, damit meine ich Turniere wie das Boltershot, das ETC, das Nordmanöver, sieht es schon wieder anders aus. Dort zählt der Wille, dass man Gewinnen will, und nicht einfach nur mit seinen
Freunden eine gute Zeit verbringen will und beim Spielen ein wenig zu quatschen und vielleicht dabei noch ein Bierchen zu trinken, viel mehr, wodurch es klar wird, das die Armeelisten nach Möglichkeiten des Volkes ausgereizt werden. Der entscheidene Punkt ist allerdings, dass das dort ALLE machen, vielleicht mit ein paar Ausnahmen, die einfach ihre schicke Armee präsentieren wollen oder anderes, und die Spieler, welche zu den "Hobbykellerspassspielern" gehören, dort wenig bis gar nicht vertreten sind. Dort sind die Turnierspieler weitestgehend unter sich, was auch in Ordnung ist.
Sollte man sich dort in Bremen also "unterfordert fühlen" gibt es die tolle Website , welche neben einer Rangliste der Turnierspieler, auch eine Übersicht der Turniere bietet und da die Szene sehr gewachsen ist, gibt es eigentlich jedes Wocheende ein lukratives Turnier, auf das man fahren kann, wenn man die Herrausforderung sucht.
Ich find spontan keinen aus Bremen in den Top200. :D

Letztendlich muss allerdings jeder selbst entscheiden, wo er sich sieht und wie er dieses Spiel spielen möchte. Wenn jemanden es mehr reizt, mit ausgereizten Armeen zu spielen, soll er dies tun.
Wenn jemand lieber eine schöne fluffige Armee aufs Feld führt, soll er das tun. Es soll nur egal im welchem Fall auch immer, Spass machen.

Ich persönlich finde Turnierlisten insofern uninteressanter, da sich dort nach einer gewissen Zeit eine Norm einpendelt. Ich hab lieber schöne bunte Armee, welche sich einen guten Kampf liefern, gerne auch einen längeren, wobei man auch entspannt den ein oder anderen Kommentar geben kann oder verpasst bekommt und wovon man seinen Freunden, die nicht dabei waren bei nächster Gelegenheit im Bus oder sonst wo erzählt. Fernab von Norm. Toll aussehen soll es und Spass machen, ob ich gewinne oder verliere ist zweitrangig, es können nur beide gewinnen, eine tolle Zeit.
Was aber nicht heißt, dass wenn es von Nöten sein sollte, ich auch nicht hart aufstellen kann. Ich tu es nur ungern, weil dann einfach Einheiten rausfallen.
Es gibt halt gewisse Einheiten, die ihren Kosten/Nutzen optimal rausholen, andere aber nicht. So wird aus dem Ganzen an Möglichkeiten, was das Spiel bietet, ein Einheitsbrei. Klar ändert der eine dies der andere das, aber eine 2/9 Liste bleibt eine 2/9 Liste, und Big Bugs sind Big Bugs und Bossbiker sind Bossbiker, egal wer sie spielt. Dafür geraten andere Modelle ins hintertreffen, welche man dann in diesen Listen gar nicht mehr sieht, auch wenn es dafür vielleicht richtig tolle Modelle gibt.
Auch halte ich, vorallem bei Warhammer40k Fluff für wichtig, da es ein Teil des Ganzen ist, welches das Spiel ungemein prägt. Die ganze Fluffsektion, ist nochmal genau so wie das Listen ausreizen eine "Wissenschaft" für sich. Und wenn ich hier lese, dass sich kaum bis gar nicht, mit dem Fluff beschäftigt wird, dann kann ich nur raten, doch mal ein Blick in die Bücher zu werfen und mal zu lesen, was dort unabhängig von Punktekosten, Listeneinträgen und Effektivität auf dem Spielfeld auf einen wartet. Wie gesagt vorallem bei Warhammer40k, wo der Fluff das Spiel so ungemein prägt und nach wie vor trägt.


grüße
Schattenbarken im Schatten parken.
Saga in Bremen und Umzu

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Matze
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Re: Progaming

Beitragvon Matze » Di 25. Aug 2009, 23:39

Fluffige Armeen können auch durchaus ausgereizt sein. ;)

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Kubi
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Re: Progaming

Beitragvon Kubi » Di 25. Aug 2009, 23:39

Matze hat geschrieben:.

Ich mag auch gerne stylische Armeen, nur hat sich GW von diesem Gedanken verabschiedet, was man anhand der neuen AB/Codices erkennen kann. Slaaneshhexer mit Khorneberserkern sind kein Problem, wie auch 4x Schwarze Garde bei 2000 Punkten.




Das ist doch kein Zwang! Es sind die Spieler selber, die den Fluff mit Füssen treten.

Und zu der Walküre, den Quote kenne ich und ich erkenne es nicht an. Das ist ein Senkrechtstarter und soll nur auf hohen Häusern und Hügeln abladen dürfen? Das is so dermaßen unlogisch das sich die Balken biegen. Ich werde jeden Walküre-User erlauben, abzuladen. Und erwartet das auch von meinem Mitspieler, das ich dies darf (wenn ich denn eine hätte).
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Matze
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Re: Progaming

Beitragvon Matze » Di 25. Aug 2009, 23:45

GW tritt den Fluff mit Füssen!

GW ändert den Fluff, wie sie wollen, was ja auch ihr gutes Recht ist.

Nur warum werden Spieler, die sich an den neuen Fluff halten schief angesehen.

Die Walküre funktioniert regeltechnisch, wie im Zitat gepostet.

Fluff # Regeln gilt hier, denn ansonsten haben meine SMs alle W8 und 2+ ReW. ;)

Mir gefallen CSM Armeen mit Slaanesh Hexern und Khorneberserkern nicht, aber da die Regeln es erlauben, aktzeptiere ich es.

PS
Nicht umsonst kläre ich immer vor dem Spiel gewisse Dinge, wie z.B. besondere Charas, Forgeworld, ab. ;)

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Re: Progaming

Beitragvon Momo » Mi 26. Aug 2009, 01:07

Jetzt fühle ich mich auch schon fast genötigt was zu schreiben:
first of all: Ich spiele seit fast 10 Jahren 40k..., habe also die Höhen und Tiefen der letzten Editionen kennengelernt. Daher nach all dieser Spiel-Zeit mein Fazit:
Klar haben gemanxte Listen ihren Reiz, jedoch frag ich mich wo der größte Reiz an spielen liegt... .
Ich für meinen Teil habe an spannenden Spielen meinen meisten Spaß, wenns dann auch noch mit fluffigen Spielen erreicht wurde, umso besser!
Wenn jemand eine gemaxte Liste aufstellt, hat diese Person meine Anerkennung (sofern diese Liste nicht geklaut ist), es gehört schon einiges an Regelkenntnis dazu um so eine Liste aufzustellen.
Jedoch stell ich mir da die Frage wo da die Herausforderung ist... die meisten gemaxten Listen driften in "no-brainer-Listen" ab ( 2/9er, Bossbiker, Botsturm, Melter-Hammer Listen mit Vulcan)... macht es diesen Leuten noch Spaß zu spielen obwohl sie wissen, dass ihre Listen um jeden Preis funktionieren?
Ich für meinen Teil spiele nach all der Zeit lieber Listen die mir gefallen, die dem Fluff treu bleiben und die eine Herausforderung für mich darstellen (spielt mal White Scars ;) ich habe etliche Spiele gebraucht um mit denen umgehen zu können!)
Nichts ist besser als eine Herausforderung, der man sich stellt, und dann trotzdem mit dieser erfolgreich ist, und mit dieser gemeisterten Herausforderung auch noch erfolgreich ist!
Daher mein Fazit: Wer gemaxten Liste spielen will, bitte... aber damit macht man sich auch keine Freunde (vor allem, wenn man´s nicht weiss), aber ist das erfolgserlebnis umso geiler, wenn man mit einer ungemaxten, fluffigen Liste einen Sieg erzielt? Ich habe noch nicht sooo viele Siege mit meinen Scars eingefahren, aber jede Niederlage war eine Erfahrung aus der ich in Zukunft lernen werde... sollte ich irgendwann meine Scars soweit beherrschen, dass Siege eher zur "Regel" werden, suche ich mir eine neue Herausforderung, denn darum geht es meiner Meinung nach im Tabletop!
Ich könnte natürlich mit vorgefertigten, bewerten Armeen spielen, aber wo is da der Reiz?

Endfazit:
Gemaxte Listen sind okay, zumin für Leute die um jeden Preis gewinnen wollen (jetzt bitte kein Kommentar wie "Ich spiele nicht um zu verlieren"), ich stelle mich gerne Herausforderungen und versuche diese zu meistern! Aber wer möchte schon Listen die ohne Nachdenken funktionieren? (Daher spiele ich kaum noch meine Soros, wer gegen die gespielt hat, weiss, was ich meine).
Stellt euch der Herausforderung und versucht mal mit fluffigen Listen einen Sieg zu erringen! Spannende Spiele machen viel mehr Spaß als man so glauben mag!

Gruß, euer Momo
"Innocence proves nothing!"

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Re: Progaming

Beitragvon DaCube1337 » Mi 26. Aug 2009, 08:23

Der grösste Unterschied zwischen Fluff und Gemaxten listen, ist der, dass das Spiel Niveau Höher ist, da du meist mehr damage output hast etc.

Und wenn wer sich nen Computer Spiel kauft, will er auch erstmal auf leicht durchspielen, und dann meist, wird das Spiel auf schwer gestellt, da die herrausforderung dann höher ist.

Und ganz ehrlich keiner Powergamer geht einer bei ab, wenn er nen Fluff spieler besiegt hat, nee ganz im gegenteil, er fühlt sich zu tiefst gelangweilt.
Ich z.b. habe gegen Fluff/ oder auch schlechte spieler(die gibt es ja zusätzlich auch noch) noch nie spass in einem spiel entwickelt, weil wenn es nur ums ausschalten anderer Modelle gehen würde könnte ich auch Diablo2 spielen, das ist meist auch ähnlich taktisch ansprechen wie spiele gegen fluff´s.
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