Warhammergeschichten

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Integra
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Warhammergeschichten

Beitragvon Integra » Do 9. Jul 2009, 10:22

Aloha, wie gesagt ich schreibe gerne Kurzgeschichten. Hier eine zu meinen Dunkelelfen.

Die mörderischen drei.

Zwillingsgeburten sind ein seltenes Ereignis in den Reihen der Dunkelelfen. Doch noch seltener ist die Geburt von Drillingen. Besonders denkwürdig ist dieses Phänomen wenn man den Ort der Geburt betrachtet.
Phyrusha, Integra und Nâmora sind die Namen der Töchter die in jener Finsteren Neumondnacht, in den Gemächern der Familie Schattenkatze, zur Welt kamen. Drei Töchter, ihre Mutter eine Zauberin, ihr Vater der Herrscher über das Haus Schattenkatze. Bis heute sind sie die einzigen je in Uhltuhan geborenen Kinder der Dunkelelfen seit den Tagen der Abspaltung. Ein Wink des Schicksals wie manche glauben. Die drei Mädchen wuchsen in Anlec auf. Einer Stadt auf die mehr ein Militärlager als alles andere war. Schnell zeigte sich das die älteren der beiden, Phyrusha und Integra eine starke Begabung für die Arkanen Mächte besaßen. So mussten die drei sich trennen. Während Nâmora eine unbarmherzige Ausbildung in den Künsten des Krieges und der Politik von ihrem Vater bekam. Wurden Phyrusha und Integra von ihrer Mutter in der Zauberei unterwiesen. Die Jahre verstrichen. Die anmaßenden Abkömmlinge des Phönixthrons marschierten ein weiteres mal auf die Tore von Anlec. Der Krieg hatte bereits viele Opfer gefordert. Es war vorher zu sehen das die Stadt sich diesem Angriff nicht mehr wiedersetzten können würde. Wenn auch erst Teenager kämpften die drei doch an der Seite ihrer Eltern um ihre Heimat. Die einzige die sie kannten und die sie nicht verlieren wollten. Die Belagerung dauerte Wochen. Jeden Tag stürmten die Hochelfen gegen die Wälle Anlecs, und jeden Tag wurden sie zurückgeschlagen. Das vorzeichen der drei Schwestern erwies sich nicht als unbegründet. Jedes mal wenn eine der drei auf dem bedrängtem Mauerabschnitt auftauchte, wendete sich das Blatt zugunsten der Druchii. Schnell machte das Gerücht die Runde das diese Kinder das Zeichen Khains sein das den Dunkelelfen der Sieg beschieden sei. Die Soldaten der Druchii kämpften härter und verbissener wenn die Schwestern an ihrer Seite standen. Aber Khaine ist wankelmütig, und so fiel Anlec in einem letzten großem Ansturm an die Hochelfen.
Der Rückzug war langsam und blutig. Viele Hochelfen starben als die drei Schwestern den Zugang zu einer der Schwarzen Archen, die den Kern von Anlec bildeten, so lange offen hielten bis auch der letzte Druchii entkommen war. Niemand weis warum die drei diese seltene Opferbereitschaft für ihre Untergebenen zeigten. Ob aus kühler Berechnung oder nicht, diese Tat machte die Namen Phyrusha, Integra und Nâmora in ganz Naggaroth bekannt.
Nun ihrer einzig wahren Heimat beraubt schworen die Schwestern grausame Rache an den Hochelfen zu nehmen. Sie werden erst ruhen wenn auch der letzte Verräter und Phönixdiener schreiend auf den Altar Khaines gezerrt wurde.

Die Erstgeborene Phyrusha. Sie ist ihrer Mutter eine gelehrige Schülerin. Die Zauberkunst der Druchii beherrscht sie Meisterlich. Auch wenn sie dazu neigt sich Mächte zu bedienen die sie selbst kaum zu bändigen vermag. Geschickt versteht sie sich auch auf die Kunst der Inschriftenkunde.

Die zweitgeborene Integra. Auch sie eine Zauberin der allerdings ihr, im wahrsten sinne das Wortes, „Feuriges“ Temperament oft im Wege steht. Ihr erster Lösungsansatz für ein Problem hat meist mit einer Explosion zu tun. Auch vermag sie Zielsicher mit der Drachenzahnschleuder ihres Vaters umzugehen.

Die Jüngste Nâmora. Als einzige nicht Magisch begabt lastet nun auf ihr die Pflicht eines Tages das Erbe ihres Vaters, und damit den Vorstand über das Haus Schattenkatze, anzutreten. Geschickt in mit dem Schwert, wie auch darin ihrer Umgebung ihren Willen aufzuzwingen, ist sie die Heerführerin der Armeen des Hauses.

Nach der Rückkehr nach Naggaroth gingen Phyrusha und Integra mit ihrer Mutter in das magische Konvent nach Ghrond. Aber auch Nâmora sollte ihnen bald folgen. Schnell zeigte sich das sie zu Hause in Hag Graef eine zu große Bedrohung für die Stellung ihres Vaters war. Sie sponn Intrigen um seinen Platz einnehmen zu können. Das konnte er nicht tollerieren. Der einfachste weg sie ruhig zu stellen war sie mit etwas zu beschäftigen. So kam es das sich die drei Schwestern im scharzem Turm wieder sahen als Nâmora mit einen Teil der Haustruppen zur dortigen Garnision stieß. Selbst nicht untätig gewesen hatten Phyrusha und Integra sich intensiv mit der Beschwörung und Beherrschung von Dämonischen Dienern beschäftigt. So stellen nun diese drei, jede mächtig und hasserfüllt, eine neue nicht zu unterschätzende Macht in der Welt da. Wehe jenen die so dumm sind sich ihnen in den Weg zu stellen.
Realität ist was für Menschen, die nichtmit Drachen umgehen können.

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Integra
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Fortsetzung

Beitragvon Integra » Do 9. Jul 2009, 10:26

So das erste war der Hintergund. Jetzt zur eigentlichen Geschichte.


Dämmerlicht scheint durch die Kristallglasfenster in den spartanisch eingerichteten Arbeitsraum. Ein Kohlebecken spendet wärme und verströmt zugleich den Duft von Weihrauch in dem kleinen Festungszimmer. Das schwache Licht wirft dunkle Schatten auf die Aschfahle Haut der Dunkelelfe am Schreibtisch. Nâmora streicht sich eine wiederspänztige Strähne des weißen Haares aus dem Gesicht. Die Druchii sitzt vertieft über einigen Dokumenten und brütet mit konzentriertem Blick vor sich hin. Es klopft an der Tür. Ihr Gewand aus rosa Taft raschelt als sie sich aufrichtet. „Herein“ gestattet sie das eintreten. Als die Tür geöffnet wird weht zugleich ein kalter Luftzug durch den Raum. Einer ihrer Gefolgsleute tritt ein. Der Druchii salutiert was die Kettenteile seiner Ritterrüstung klirren lässt. „Herrin, da ist ein Reiter mit einer Botschaft für euch eingetroffen“ verkündet er. „Bringt ihn her“ fordert sie nur knapp und legt das letzte Dokument aus der Hand.
Der Gefolgsmann winkt und eine Wache führt den Reiter herein. Er ist ganz in dicke schwarze Kleidung gehüllt und trägt einen leichten Harnisch. Eine Kaputze bedeckt einen Kopf. In seiner Hand hält er eine versiegelte Schriftrolle. Als Nâmora auffordernd die Hand vorstreckt übergibt er die Schriftrolle an den Gefolgsmann. Dieser wirft kurz einen prüfenden Blick auf das Dokument und reicht es dann an seine Herrin weiter. Die drei Männer stehen abwartet da als Nâmora eine Schublade aufzieht und einen schlanken Dolch hervorholt. Mit diesem bricht sie das Siegel und entrollt das Pergament. Einige Momente verstreichen während ihr Blick mit zunehmender Geschwindigkeit über den Text der Schriftrolle huscht. Als sich dann schwarze Adern an ihrer Schläfe abzeichnen wird die unterdrückte Wut für jeden offensichtlich. Der Botenreiter will grade einen Schritt zurück machen als Nâmoras Arm hochschnellt. Mit einem zischen saust der schlanke Dolch durch den Raum und bohrt sich mit Leichtigkeit durch das Auge ins Hirn des Reiters. Dieser bricht zusammen als die Muskeln erschlaffen.
„Versetzt sofort die Haustruppen in Alarmbereitschaft. Und schickt einen Boten in das Konvent zu meiner Schwester Phyrusha. Ich muss sie dringend sprechen“ harscht sie ihren Gefolgsmann an. Dieser gibt genaue Instrukzionen an die Wache und lässt sie dann den Leichnahm mit hinaus schleifen. Als er die Tür schließt, lässt Nâmora sich in den Sessel fallen. Die Wutlinien in ihrem Gesicht verblassen bereits. Der Ritter tritt an den Schreibtisch heran und deutet auf das zerknitterte Pergament in Nâmoras Hand. „Darf ich“ fragt er vorsichtig. Sie wirft ihm das Schriftstück zu. Er entknittert es vorsichtig und beginnt zu Lesen.

Werte Hochgeborene Schattenkatze.
Mein Name ist Captain Darrok. Vielleicht erinnert Ihr euch an mich. Ich war vor einigen Wochen in Ghrond um eure Schwester Integra Schattenkatze für eine Plünderfahrt in die alte Welt anzuheuern. Nun leider muss ich euch mitteilen das Eure Schwester bei einem Gefecht im Imperium der Menschen einen etwas, naja sagen wir, eigenständigen Vorstoß unternahm. Sie geriet dabei mit einigen menschlichen Reitern aneinander die, so wurde mir berichtet, nach dem Kampf mit ihrem schlaffen Leib davon ritten. Zwar versuchte ich noch alles um ihrer Habhaft zu werden, aber leider erfolglos. Nun ich hoffe das ihr nichts geschehen ist aber da ich davon ausgehen musste das die Barbaren sie nicht am leben ließen fuhr ich nach zurück nach Clar Karond. Da Eure Schwester ihren Anteil nicht mehr einfordern kann würde ich ihn Euch gerne zukommen lassen.

Auf weiterhin gute Geschäfte
Captain Darrok.


Mit fragendem Gesichtsausdruck richtet der Gefolgsmann seinen Blick wieder auf Nâmora. „Was gedenkt ihr jetzt zu tun Herrin“ flüstert er fast. „Na was wohl?“ antwortet sie schneidend „ich werde meine Schwester retten!“ Die eh schon Aschfahle Haut des Ritters färbt sich fast weiß als er erbleicht. „Ihr könnt euch doch nicht dem Befehl eures Vaters wieder setzten“ entfährt es ihm. Wieder tauchen die Wutlinien an Nâmoras Schläfen auf. „Und wie ich das kann!“ Erwiedert sie mit Eis in der Stimme. „ Ich werde meine Zwillingsschwester niemals im Stich lassen. Sie lebt ich weis es. Meine Schwestern und ich sind wahre Nagaryther. Niemals werden wir uns von irgendwelchen dahergelaufenen Naggaroth-geborenen aufhalten lassen!“ Schweißperlen stehen dem Ritter auf der Stirn. Nâmora wendet sich von ihm ab und nimmt wieder einige Dokumente vom Tisch. „Lasst die Truppen Proviant fassen und noch einmal ordentlich ausschlafen. Morgen bei Sonnenaufgang marschieren wir nach Clar Karond. Ach und schickt diesem Captain Darrok eine Botschaft. Er soll gar nicht erst auspacken. In zwei Wochen wird er schon wieder auslaufen müssen!“
Realität ist was für Menschen, die nichtmit Drachen umgehen können.

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Re: Warhammergeschichten

Beitragvon Lützi » Do 31. Dez 2009, 17:10

Echte Nagaryther würden sich einen Dreck um auch noch so nahe Verwandte scheren die dumm genug sind sich von Menschen einsacken zu lassen
Aiakos, Scourge of the Meredius -KillCounter:

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